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Mein Gipserstudio in der Garage und Tipps zum gießen
Hoffentlich lacht ihr nicht, wenn ihr die Bilder seht, aber irgendetwas musste mir
einfallen, damit ich bei der Gipserei nicht meinen
ganzen Keller zusaue ,--))
Dabei kam mir meine Garage gerade gelegen, und der dort stehende Grill wurde
gleich als Arbeitsplattform
mit integriert ! Ich habe mich für Gips entschieden,
weil er einfach viel preiswerter ist als
Keramikmasse. Gebe allerdings auch dabei
zu, einiges an Versuchen und etwas Fingerspitzengefühl
ist vorausgesetzt.
Nun will ich aber niemanden verunsichern, so schwer ist
es
nun auch wieder nicht ,--)) am Anfang habe auch ich einige Formen umsonst
gefüllt, also deren
Inhalt versaut, aber noch ein Trost:
Übung macht den
Meister. Und das Gefühl dafür kommt schnell !
Was man so braucht : Einen Messbecher, damit man immer die gleiche Menge
Wasser zu Grunde legen kann (natürlich aus der Küche
abgezweigt) - einen
Küchenmixer - eine große Schüssel zum Spülen des Bechers und aller anderen Teile
- einen Esslöffel - ein Lineal
zum Abziehen vom überschüssigem Gips
aus der
Form - eine kleine Schüssel mit Pinsel für die Prillauge - ein Eimer sauberes
Wasser
- einen Schwamm zum abputzen der Arbeitsfläche - eine glatte
Arbeitsfläche (z.B.: Regalboden) - und an Ort und Stelle unter der
Arbeitsfläche, um
überschüssigen Gips loszuwerden, Kisten in die man den Gips einfach
"abschieben"
kann. Man sollte beim Kauf
darauf achten frischen Gips zu bekommen. Der
Durchsatz im Baumarkt ist bei den 5 Kg Tüten sehr hoch, die sollte
es schon
sein.
Bei der Gelegenheit gleich einige Tipps zum Ausgießen der Formen bezüglich
der machbaren Menge : Also, es ist besser, nicht mehr als
4 - 5
komplette
Formen gleichzeitig auszugießen, damit alles vernünftig über die Bühne geht,
ohne das der Gips im Messbecher schon zu
fest wird, um ihn noch
in vernünftiger
Konsistenz in die Formen zu bekommen. Angefangen habe ich mit einem
viertel Liter Wasser, dort
vier relativ volle Esslöffel Gips rein getan
und dann
erst mal umgerührt, um zu sehen wie flüssig das Ganze noch ist. Dann in kleinen
Mengen Gips zu getan, bis die Masse beim schnellen Umrühren
in dem Moment des
Drehstopps nur noch ca. ein Viertel Umdrehung im
Messbecher weiterläuft. Die
Formen sollte man sich so hinlegen, das man sie gut
abziehen kann, sprich, nicht
zu eng beieinander, denn
sonst kleckert das überschüssige Material beim Abziehen
wohlmöglich in eine bereits fertig gefüllte
Form.
Zu allererst muss man die
Formen aber vorbehandeln und mit stark verdünntem Prilwasser einpinseln. Das bringt eine Entspannung in der Form, und
verhindert
weitgehend die Bläschenbildung im Gips. Diese hässlichen Bläschen sieht man
sonst auf der Oberfläche der fertigen Gipsplatte. Dabei
stellte sich
aber
heraus, das es nur mit Einpinseln nicht getan ist. Der Weißheit letzter Schluss
war für mich, die jeweilige Form erst
einzupinseln, sie dann komplett einige
Male im Wasser meines Abwaschbehälters hin- und her zu schwenken, um sie danach
gleich im
Oberschenkelbereich auf meiner Arbeitshose leicht abzuklopfen, so, das
nur ein leichter Film an Prilwasser, und dieser vor allem OHNE
Prilblasen, in
der Form blieb. Ruckzuck die drei/vier anderen Formen ebenso
handhaben,
Gipsmasse anrühren, und einfüllen. Die
Zeitspanne darf nicht zu lang werden,
denn sonst ist die Form trocken, was auch nicht gut ist. Auch ein
Grund mehr,
nicht zu viele
Formen zu benutzen. Die Ecken und Seiten der Formen nach Einfüllen der Masse auf jeden Fall leicht
anheben und fallen lassen,
damit
sich die Masse richtig in die Ecken und
Strukturen verteilt !
Das Abziehen der eingefüllten Masse in der Gipsform, um die Rückseite glatt
zu
bekommen,
ist sicherlich sicherlich auch so eine Sache. Mir kam es jedenfalls am
Besten vor, die Form schon nach kurzer Zeit mit
einem Lineal abzuziehen, bevor der
Gips
erst anzieht. Die Sache wird dann irgendwie glatter, und gleichmäßiger in der
Dicke, was sich
beim Aneinanderlegen der fertigen Platten nachher wesentlich
bemerkbar machte. Sie waren so passiger. Das Austrocknen ist besonders
von der
Luftfeuchte der Umgebung abhängig. Bei Sonnenwetter und trockener
Luft habe ich
immer so 1 1/2 Std. bis zum "Entkorken"
gewartet. Dann war die nötige Härte da.
Vorsichtig die Form umdrehen, und erst von den Ecken aus
umstülpen. Den Inhalt
nicht aus zu
großer Höhe aus der Form klatschen lassen, sonst bricht der Gips,
und alles war für die Tonne ,--))
Die Gipsplatte dann
noch so lange
trocknen lassen, bis sie richtig weiß ist,
bevor man mit weiteren Arbeiten beginnt !
In
diesem Bild sieht man ein paar Platten noch in der Form, aber schon
nach dem
Abziehen
(hinten im Bild). Vorne im Bild dagegen ein paar
fast fertige, d.h. nur
noch zum durchtrocknen liegende.
Hier eine Reihe
fertiger Platten zum Durchtrocknen.