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die Unfallszene an der Heliwiese                                                                                                                                      
24.12.2011

Mein Sohn Niko und ich haben beschlossen ein gemeinsames Projekt zu bauen. Meine Aufgaben dabei bestanden im Landschaftsbau und
der Koordination. Niko wollte und sollte seine Leidenschaft verwirklichen Autos und einen Heli gewissermaßen „zum Leben‟ zu erwecken.
Um das alles unter einen Hut zu bringen haben wir entschieden eine Verkehrsunfallszene darzustellen. Bei dieser Szene soll es mehr um
die technische Ausführung mit Lichtern und Aktion sowie um ein möglichst stimmiges Gesamtbild gehen. Weniger um ein "Horrorszenario".
Schließlich ist es nur eine Modellbahn.
Nikos Aufgabenbereich bestand dabei:
1) aus dem
kompletten Arrangement der Szenen und damit der Aufstellung der Fahrzeuge und Figuren
2) die Einsatzfahrzeuge zu beleuchten und mit Blaulichtern auszustatten, sowie den LKW mit Warnblinker
2)
bei vielen Fahrzeugen für offen stehende Autotüren und Fahrer / Beifahrer zu sorgen
3) in den Heli einen Motor einzubauen
4) den Heli innen einzurichten, mit Pilot und Zubehör zu bestücken
5) den Heli mit Positionsleuchten und Landescheinwerfer auszurüsten
6) dem Abändern und Ergänzen von Figuren

Als begeisterter DC Car Fan will er alle Blinklichter und den Rotor über einen DC Car Decoder steuern. Natürlich sollen dabei die Blinkphasen
der verschiedenen Einsatzfahrzeuge spezifisch und vorbildgerecht mit den richtigen Intervallen programmiert werden.
Die einzelnen Funktionen können dann über den Handregler unserer Modellbahnsteuerung beliebig aufgerufen werden. Also genauso wie alle
Lok- und Wagenfunktionen für den Rest der Anlage auch. Das Signal für den Decoder wird dazu entkoppelt über eine Infrarotdiode vom Gleis
abgenommen ...

Zum Arrangement der Szene wurden im WWW recht umfangreiche Erkundigungen eingeholt. Da es im Wunderland Forum Spezialisten gibt,
welche sich gut mit dem Thema „Einsatzfahrzeuge / beteiligte Rettungskräfte"  auskennen hat Niko dort eine Umfrage gestartet und die
gewonnen Erkenntnisse umgesetzt ...  


vorab ein Video über die gesamte Szene. So sieht man die ablaufenden Prozesse am Besten
(es empfiehlt sich das Video in HD zu gucken ! )


                                                                                                  ↑↑↑
                                  für beste Filmqualität erst auf „Play" und dann hier umschalten von 360p auf HD


Tipps und Lösungen zu einigen "Schwierigkeiten" während der Bauphase:

Da war zum Beispiel die Bremsspur. Diese ist übrigens trotz ABS abgebildet !, sonst fehlt irgendwie etwas ... 
Sie sollte nur nicht so ganz krass ins Auge stechen. Um das zu erreichen wurde ein gummibereiftes Auto über ein Stempelkissen mit
schwarzer Farbe gefahren, dann erst einmal auf einem Versuchsbrett getestet und leicht abgefahren, um es erst dann auf die Strasse zu
bringen. Auch der Seitwärtsrutscher direkt beim Auftreffen auf das Hindernis LKW sollte zu sehen sein und wurde dabei getestet ...

Und das ausgelaufene Motoröl. Zur Verdeutlichung zeigen wir ein extra großes Bild einer ganzen Reihe von Versuchen.
Hierzu haben wir übrigens von Heinz Wagner Modellbaufarben.de eine ganz tolle Farbe bekommen, womit man auch den typischen
Ölschimmer erzeugen kann. Sie besteht eigentlich aus zwei Komponenten. Einem Nitro Basis- und einem Ölschimmer Acrylimitat.
Beides ist sehr dünnflüssig und ergibt zusammen einen Fleck wie links im Bild zu sehen. Das schimmerte uns aber zu viel. Ein
Versuch mit schwarzer Plakafarbe brachte dann einen Fleck wie gewünscht, siehe rechts im Bild. Zum einen recht dunkel mit einem
Hauch von Ölschimmer. Dazu wird erst die Plakafarbe aufgebracht und gut trocknen gelassen. Erst dann bringt man das Ölschimmer
Acrylimitat auf ...


Versuche mit glänzenden Acryl- oder Kunstharzfarben gemischt mit ganz wenig sehr feiner silberner Farbe haben wir auch gemacht. Das
war aber ebenso nicht zufrieden stellend, wie ganz einfach nur glänzende schwarze Farbe ...

Dann haben wir überlegt, wohin das Öl an unserer abschüssigen Strasse überhaupt so fließen kann und uns auf Grund des Gefälles und
der Gegebenheiten dazu in Richtung des grünen Pfeiles entschlossen. Der hier noch im Bild zu  sehende Kanaldeckel sollte eigentlich
ein weiteres Highlight werden. Hier sollte das Öl drohen in den Kanal einzudringen. Der Deckel wäre bereits neben den Kanalschacht
gewuchtet und im Schacht steckt zur Prävention bereits eine Ölsperre in Form einer Universaldichtung. Das wurde dann aber verworfen,
da die Strasse eine Landstrasse ist und auf Landstrassen sind Kanäle nicht üblich  ...
Im Bild sind auch noch zwei Feuerwehrmänner zu sehen, die zuerst dafür vorgesehen waren den Ölfleck mit Ölbinder zu behandeln. Beide
sind bereits fertig modifiziert. Der linke transportiert einen Sack Ölbindmittel unter dem Arm und der rechte hat einen Besen in die Hand
gedrückt bekommen.  Beim Versuch den linken Feuerwehrmann noch etwas weiter in mehr gebückte Haltung zu bekommen brach ihm
leider das Genick und ein neuer musste angefertigt werden ...

Und dann war da auch noch das Ölbindemittel welches auch die richtige Farbe und Konsistenz haben sollte. Neben einigem anderen stellte
sich heraus, das zerriebener Ziegelbruch von roten Backsteinen das schönste Ergebnis brachte. Im Bild zu sehen ist ein Rest, den wir auf
einer Baustelle in der Nähe gefunden haben. Das Pulver ist feiner als es im Bild scheint, es war noch etwas feucht. Nach dem Durchtrocknen
konnte man es wunderbar zwischen Daumen und Zeigefinger aufnehmen und streuen. Das war dann zum „low cost Tarif" ...

Verworfen wurde gesplittertes Glas. Die Windschutzscheibe ist lediglich eingedrückt, aber wegen dem Verbundglas nicht gesplittert.
Wie man aber Glasscherben herstellen kann ist in der weiter oben erwähnten Umfrage erklärt.
Wie es der Zufall so wollte hatte die Tage ein Nachbar das Pech, das ihm die Heckscheibe geplatzt ist. Seit dem wissen wir aber,
das geplatztes Glas wirklich grünlich schimmert ...  
                         


Eine Dokumentation zum Fahrzeugumbau soll es hier nicht weiter geben, dazu hat Niko auf seiner Seite eine Menge Tipps hinterlegt.


Abschließend noch mal einige Bilder rund um ...

und einige ganz nah ...




obwohl das niemals so sehen kann, mal von hinten betrachtet ,--))


hinten geöffnete Türen am Heli, Inneneinrichtung, Pilot, Sani, gelbe Rotorblattenden, eingebauter Motor und LED für vorbildgerechte
Beleuchtung ...

die Leitern wurden von Holz auf Aluminium geändert. Holzleitern würden viel zu leicht im Brandfalle anfangen zu brennen ... 

zum Abschluss noch die Revisionsklappe hinter der die komplette Verdrahtung zu finden ist ...


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